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Integrative Kindertagesstätte im Ostseebad Kühlungsborn: Eine Arche kommt an!
von Maik Buttler | 29.10.2012
Kita Kühlungsborn
Der Neubau der Integrativen Kindertagesstätte "arche noah" im Ostseebad Kühlungsborn befindet sich in zentraler Lage im Ort und wurde in moderner und zeitgerechter Architektursprache geplant. Der Auftraggeber wünschte die Nutzung erneuerbarer Energien bei diesem Bauvorhaben und unterstützte diese Ansätze, obgleich enorme wirtschaftliche Zwänge betreffs der Gesamtkosten für das Vorhaben bestanden. Das Gebäude wurde trotz hoher Ansprüche sehr wirtschaftlich unterhalb des mittleren Standards realisiert.

Die Ausführung der Kita als kompletter Holzrahmenbau nimmt das Thema Verwendung von Holz als nachwachsender Rohstoff und Träger regenerativer Energie unter Bindung von CO2 auf. Das Schiffsmotiv spiegelt sich in der äußeren Baukörperausbildung mit geneigten Wänden und einer haptischen Holzbeplankung wieder. Der Archen-Charakter wird im Innenraum durch einen zweigeschossigen Zentralraum mit sichtbaren Holzdeckenbereichen als Schiffsrumpf erlebbar. Weiter ist der Regenbogen ein wichtiges Motiv, welches über die Farbgestaltung der Fassaden und Innenwände bis zu der Identifikation der einzelnen Stammgruppen als Gesamtkonzept entwickelt wird.

Die Kita Kühlungsborn enthält als integrative Kindertagesstätte die Räumlichkeiten für 8 Gruppen mit insgesamt maximal 126 Kindern.

Sämtliche Gruppenräume sind im solaren Gebäudeentwurf nach Südwest und Südost orientiert, nach Nordost wurden nur Nebenräume und dienende Funktionen gelegt. Bedingt durch das vorhandene Grundstück und die Kubaturen der umgebenden Gebäude wurde der Baukörper in einer energetisch günstigen Zweigeschossigkeit entwickelt. Erdgeschossig öffnen sich alle Gruppenräume barrierefrei direkt über Terrassen in den Freiraum, das Obergeschoss ist durch den Aufzug ebenfalls barrierefrei leicht für jeden zu erreichen.

Die Gruppenräume sind als Einheit mit den Sanitär- und Übergaberäumen konzipiert. Aufgrund des besonderen pädagogischen Konzeptes des evangelischen Kindergartens wurden die Gruppenbereiche wie folgt strukturiert und in zwei gleichgroße Räume unterteilt:

  • Den Stammgruppenraum, der das innere Zuhause der Gruppe darstellt, in welchem die Gruppe lebt mit allen ihren Tätigkeiten.
  • Den Sachraum, der Voraussetzungen für eine spezielle pädagogische Thematik enthält (z.B. Musik, Werken, Malerei-Farbe usw.) und von der jeweiligen Stammgruppen-Erzieherin entsprechend den Neigungen inhaltlich mitbetreut wird, so dass sich in diesem Raum auch Kinder anderer Gruppen jeweils ein besonderes Potential aneignen können.

Eine zentrale Mitte wird durch den Multi-Funktions-Raum erzeugt, der sich mit den notwendigen Verkehrsflächen, im Obergeschoss auch als Galerien ausgebildet, überlagert, und sich für Bewegung, Bühnenspiel, Veranstaltungen und vieles mehr nutzen lässt. Die Erschließung des Obergeschosses nahe des Windfangs durch Treppe und Aufzug garantiert eine ruhige Nutzung des Multi-Funktions-Raums auch bei laufendem "Betrieb".

Eine besondere Autonomie erhält dieser Zentral-Raum durch die kleine Kinderküche im Obergeschoss, welche das Zubereiten und Einnehmen von selbstgemachten Speisen ermöglicht.

Als Nebenräume sind die Verteilerküche und Lagerräume nahe dem Windfang im Erdgeschoss angeordnet, im Obergeschoss das Büro der Leiterin und der Sozialraum. Haustechnikraum und notwendige Treppe über beide Geschosse schließen das Programm ab. Ein Besucher-WC ist gleich im Windfang untergebracht.

Die Heizung des Gebäudes erfolgt über eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmeübergabe an die Räume mittels Fußboden-Flächenheizungen.

Innenliegende Räume werden durch eine Abluftanlage gelüftet, während sämtliche Räume mit Fenstern über diese mit Frischluft versorgt werden. Insgesamt unterschreitet die Kita die zulässigen Werte der EnEV 2009 für Transmissionswärmeverluste und Primärenergiebedarf deutlich. Perspektivisch ist Solarthermie zur Warmwassererzeugung vorgesehen.
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