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1. Preis Umwandlung einer zentralen Brache in ein Stadtmuseum mit Bibliothek Ludwigslust
von Maik Buttler | 07.02.2012
Stadtmuseum Bibliothek Ludwigslust
Einen weiteren Wettbewerb gewannen wir 2005 mit einem 1. Preis zusammen mit den Landschaftsarchitekten Webersinke in dem offenen Wettbewerb Poststraße für ein Kunstmuseum mit Bibliothek in Ludwigslust für das zentrale Grundstück gegenüber dem Rathaus: Leider ist dieser Entwurf beziehungsweise diese Nutzung bisher nicht realisiert worden: Kennen Sie Sponsoren mit Wurzeln in Ludwigslust?

Ziel des Wettbewerbes war es, für die Stadt Ludwigslust eine Lösung zu entwickeln, die langfristig und ganzjährig die Attraktivität, den Tourismus und in erster Linie die Lebensqualität für die Stadtbürgerinnen und -bürger stärkt, und den bereits im Ansatz vorhandenen in einen erweiterten ÖFFENTLICHEN RAUM formt, um:

  • Regelmäßig Besucher regional bis Hamburg, Schwerin und Berlin mehrfach im Jahr und wegen unterschiedlicher Anlässe zu gewinnen.
  • Touristen überregional als ausstrahlendes Zentrum anzuziehen mit Schloss (Land - Historie) und neuer Stadtpräsentation (Stadt - Historie/Gegenwart/Zukunft).
  • Junge Leute und Kulturinteressierte anzuziehen, sesshaft zu machen oder zu binden, die eine Lebensqualität in Ludwigslust erleben und selbst mitgestalten wollen.
  • Auch in den Wintermonaten gezielt mit Veranstaltungen die Stadt und den Umkreis zu beleben.

Neben der barocken, höfischen Denkmalachse: Parterre, Schloss, Bassin und Kirchenplatz wird ein zweites Zentrum der bürgerlichen, in der Gegenwart lebenden Stadtgesellschaft gebildet, das sich über Rathaus, Bibliothek, Verwaltung auch auf eine lebensnahe Präsentation von Veranstaltungen im Rahmen eines kleinen Stadtmuseums mit wechselnden Ausstellungen erstreckt. Hier kann die städtische, in erster Linie bürgerliche Kunst und Geschichte, aber auch das neue Kulturleben mit Vorträgen, Märkten, Ausstellungen usw. über das gesamte Jahr praktiziert werden.

Der Reigen der Ludwigsluster Museen (Schloss/höfische Kultur, Kutschen, Musik) wird mit dem Schwerpunkt des Städtischen sinnfällig geschlossen, was sich u.a. auch mit solchen Fragestellungen befassen kann, wie Erzeugung eines Bedarfs in schwierigen Zeiten, den Wohnsitz in Ludwigslust zu nehmen. Ludwigslust war eine barocke Neugründung in nicht minder schwierigen Zeiten etwa 100 Jahre nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges ...

Als Betreiberkonzept wird ein kostenminimiertes/ optimiertes Konzept für die Organisation des Stadtmuseums mit einer kleinen ständigen historischen Ausstellung zur Stadtgeschichte und deren Besonderheiten (z.B. Pappmaché-Manufaktur in Verbindung mit Meiningen/Thüringen) vorgesehen, welches durch einen Ausstellungspavillon mit Multifunktionalraum und flexiblen Ausstellungsräumen für verschiedenste Präsentationen gestaltet wird. Die jährlich vorgesehenen 4-6 Ausstellungen können durch kostengünstige Honorar-Kuratoren einzeln und thematisch unterschiedlich vorbereitet werden, indem die Kuratoren jeweils für eine Ausstellung damit beauftragt werden, diese inhaltlich und technisch in den Räumen des Stadtmuseums zu organisieren. Hierfür gibt es zwei kleine Kuratoren- beziehungsweise Künstlerwohnungen, die gleichzeitig als Gästewohnungen der Stadt genutzt werden können. So muss keine zusätzliche Personalstruktur für das Gebäude über das stundenweise Kassenpersonal hinaus aufgebaut werden. Das Café kann in Eigenbetrieb oder als Treffpunkt des Ludwigsluster Stadtmuseum- Vereins selbst unterhalten werden. Nach einer Institutionalisierung der Veranstaltungen und Ausstellungen kann die Stadt bei Bedarf einen Museumsdirektor berufen, der die bisher offene Organisation übernimmt. Eine wachsende Struktur ...

Städtebaulich wird aus der vorhandenen Gebäude-Typologie: Vorderhaus–Hof-Hofgebäude/Remise–Garten unter Einbeziehung der ehemaligen Remise ein neuer Garten mit Pavillon entwickelt, der zugleich eine Blockrand- Schließung vornimmt und den Gartenraum beruhigt. Hier können auch im Außenraum unterschiedliche Veranstaltungen und Nutzungen stattfinden. Die vielfältigen Nutzungen des Stadtmuseums + Ludwigsluster Ausstellungen in den beiden Gebäuden umfassen:

Remise Erdgeschoss
Stadtmuseum mit ständiger Ausstellung, ein kleines Café, ein multifunktionaler Raum für Museumspädagogik und Gastatelier, Sanitärräume im KG und Beh.-WC im EG

Remise Obergeschoss
Stadtmuseum mit ständiger Ausstellung, ein kleines Büro, zwei kleine Kuratoren- oder Künstlerwohnungen, gleichzeitig Gästewohnungen der Stadt

Pavillon
Ein multifunktionaler Veranstaltungs- und Ausstellungsraum (ca. 15,5x15,5m) mit Oberlicht frei nutzbar für Vorträge, Märkte (z.B. Kunsthandwerker-Markt)

und

ein flexibler Ausstellungsraum (ca. 28,0x4,5m) für verschiedenste Präsentationen nutzbar durch optimale Belichtung und demontierbare Schiebewände für:

  • freie Ausstellungen (z.B. Plastiken, Modelle, Pappmaché/Papiere)
  • Kabinett-Ausstellungen (Zeichnungen, Malerei, Fotografien)
  • Mäander-Ausstellungen (Dokumentar-, geschichtliche Ausstellungen)

Ein besonderes thematisches Anliegen des Stadtmuseums und der Ludwigsluster Ausstellungen muss die Vorstellung und Pflege der Persönlichkeiten sein, vor allem unbekannter oder vergessener, die in Ludwigslust geboren wurden und aufwuchsen, wie z.B. der Photograph Erich Kastan.

Das Freianlagen-Konzept orientiert sich mit zeitgemäßen Mitteln an der in Ludwigslust historisch nachweisbaren privaten Gartenkultur, die sich immer auch die höfische zum Vorbild nahm. Der Garten als Erholungs-, Ausstellungs- und Festraum. Die neue Gartengestalt verwendet alte Mittel - Bäume, Heckenwände, Heckenparterre - und übersetzt sie in die gartenarchitektonische Jetztzeit. Die städtische Gartenkultur lebt weiter. Eine wachsende Struktur ...

Arbeitsgemeinschaft mit dem Rostocker Landschaftsarchitekturbüro Webersinke

Veröffentlichungen und Literatur zu diesem Thema
competitionline Beitrag 7084 Wettbewerb 11/2005
www.competitionline.com/de/beitraege/7084
buttler architekten GmbH
am schwibbogen 2
18055 rostock

+49 (0) 381 128 88 120
+49 (0) 381 128 88 129

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